Frank Peter Zimmermann

Frank Peter Zimmermann

Frank Peter Zimmermann ist einer der bedeutenden Geiger unserer Zeit. Geboren 1965 in Duisburg, begann er als Fünfjähriger mit dem Geigenspiel und gab bereits im Alter von zehn Jahren sein erstes Konzert mit Orchester. Nach Studien bei Valery Gradow, Saschko Gawriloff und Herman Krebbers begann 1983 sein kontinuierlicher Aufstieg zur Weltelite. Frank Peter Zimmermann gastiert bei allen wichtigen Festivals und musiziert mit allen berühmten Orchestern und Dirigenten in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Australien.

In der Saison 2018/2019 war Frank Peter Zimmermann „Capell-Virtuos“ der Sächsischen Staatskapelle und konzertierte unter der Leitung von Christian Thielemann mehrfach in Dresden sowie auf Tournee u.a. im Wiener Musikverein, im Festspielhaus Baden-Baden, in der Elbphilharmonie sowie bei den Salzburger Osterfestspielen. Mit den Bamberger Symphonikern und Jakub Hrůša begab sich der Geiger auf Tournee nach Skandinavien, er spielte außerdem Konzerte mit den Berliner Philharmonikern, mit dem New York Philharmonic Orchestra, dem Orchestre National de France und gastierte beim Konzerthausorchester Berlin sowie beim Bayerischen Staatsorchester. Im Juli 2019 beschloß er die Spielzeit mit der Sächsischen Staatskapelle unter der Leitung von Franz Welser-Möst. Ein Beethoven-Sonaten-Zyklus mit dem Pianisten Martin Helmchen begleitete die gesamte Saison mit Konzertabenden u.a. an der Sächsischen Staatsoper, in Madrid und Warschau, beim Rheingau Musik Festival, beim Klavier Festival Ruhr, den Ludwigsburger Schlossfestspielen und dem Bad Kissinger Sommer. Das Trio Zimmermann war bei Konzerten u.a. in Brüssel, London, Wien, Budapest und München zu erleben.

Bisher veröffentlichte das Trio beim Label BIS Records Aufnahmen mit Werken von Beethoven (Streichtrios Opp. 3, 8 und 9), Mozart (Divertimento KV 563), Schubert (Streichtrio D 471), Schoenberg (Trio, Op. 45) und Hindemith (Trios 1 and 2).

2015 spielte Frank Peter Zimmermann die Welturaufführung von Magnus Lindbergs Violinkonzert Nr. 2 mit dem London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Jaap van Zweden. Weitere Aufführungen dieses neuen Werks führten ihn zu den Berliner Philharmonikern und dem Swedish Radio Symphony Orchestra, jeweils mit Daniel Harding, sowie zu New York Philharmonic und dem Orchestre Philharmonique de Radio France, jeweils mit Alan Gilbert.

Er brachte drei weitere Violinkonzerte zur Uraufführung: „en sourdine” von Matthias Pintscher mit den Berliner Philharmonikern und Peter Eötvös (2003), „The Lost Art of Letter Writing” (2007) mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter der Leitung des Komponisten Brett Dean, der für diese Komposition 2009 den Grawemeyer Award erhielt, sowie das Violinkonzert Nr. 3 „Juggler in Paradise” von Augusta Read Thomas mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dirigiert von Andrey Boreyko (2009).

Frank Peter Zimmermann erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen, darunter der Premio del Accademia Musicale Chigiana in Siena, der Rheinische Kulturpreis, der Musikpreis der Stadt Duisburg, der Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland.

Über die Jahre hat er eine eindrucksvolle Diskographie eingespielt; seine Aufnahmen erschienen bei EMI Classics, Sony Classical, BIS, Ondine, hänssler CLASSIC, Decca, Teldec Classics und ECM Records. Er nahm nahezu alle großen Violinkonzerte von Bach bis Ligeti sowie zahlreiche Kammermusikwerke auf. Seine Aufnahmen wurden weltweit mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet. Zu den letzten Aufnahmen gehören die zwei Violinkonzerte von Dmitri Schostakowitsch gemeinsam mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester und Alan Gilbert (die BIS Aufnahme wurde für ein Grammy Award nominiert); Violinkonzerte von J.S. Bach mit den Berliner Barock Solisten (hänssler CLASSIC); das Violinkonzert Nr. 2 von Lindberg mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra und Hannu Lintu (Ondine) und die fünf Violinkonzerte sowie der Sinfonia Concertante von W. A. Mozart mit dem Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks und Antoine Tamestit (hänssler Classic).

Frank Peter Zimmermann spielt auf der „Lady Inchiquin“ von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1711, die ihm freundlicherweise von der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen überlassen wird.

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