Raphaela Gromes

Raphaela Gromes

1991 geboren, begann Raphaela Gromes bereits mit vier Jahren mit dem Cellospiel. Der erste Auftritt als Solistin erfolgte im Herbst 2005 mit dem Cellokonzert von Friedrich Gulda, wofür sie von Publikum und Presse überschwänglich gelobt wurde. Als Jungstudentin begann sie ihr Studium im Alter von 14 Jahren an der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig bei Peter Bruns und setzte es 2010 bei Wen-Sinn Yang an der Musikhochschule in München und später bei Reinhard Latzko an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien fort. Wichtige musikalische Anregungen erhielt sie außerdem auf Meisterkursen bei namhaften Cellisten wie David Geringas, Yo-Yo Ma, Frans Helmerson, Natalia Gutman, Jens Peter Maintz, László Fenyö, Daniel Müller-Schott, Kristin von der Goltz, Wolfgang Boettcher, Anner Bylsma und Wolfgang Emanuel Schmid.
Raphaela Gromes debütierte in jüngerer Vergangenheit bei namhaften Festspielen wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Rheingau Musikfestival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und war in der Tonhalle Zürich, dem Concertgebouw Amsterdam, in der Laeiszhalle Hamburg, im Konzerthaus Berlin und im Konzerthaus Wien zu Gast. Im Frühjahr 2018 gab sie ihr Orchesterdebüt in den USA beim Fort Worth Symphony Orchestra unter der Leitung von Miguel Harth-Bedoya. Die Saison 2019/2020 umfasst ihre Debüts mit dem Münchener Kammerorchester, in Asien mit dem Macao Orchestra sowie Tourneen mit den Festival Strings Lucerne, ihrem langjährigen Klavierpartner Julian Riem und dem Arcis Saxophon Quartett.
Ihr wurden einige Cellokonzerte gewidmet: So kam 2012 ein Cellokonzert von Dominik Giesriegl zur Uraufführung. 2013 folgte die Uraufführung des Cellokonzertes von Valentin Bachmann mit dem Philharmonischen Orchester Budweis unter der Leitung von David Svec. Das für Raphaela Gromes und Cécile Grüebler 2014 von Mario Bürki geschriebene Doppelkonzert „Chroma“ brachte die junge Cellistin mit dem Schweizer Militärorchester zusammen.
Weitere Konzerte gab sie mit Kent Nagano und der Tschechischen Philharmonie sowie Christoph Altstaedt und dem Beethoven-Orchester Bonn. Raphaela Gromes war zudem zu Gast bei dem Jungfrau Music Festival Interlaken, dem Vorsprung Festival der Audi Sommerkonzerte in Ingolstadt mit Kent Nagano, den Münchner Opernfestspielen, dem Festival Internacional De Música De Marvão, den Mondsee Musiktagen, dem Edinburgh International Festival und dem Rheingau Musikfestival.
Raphaela Gromes wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet: 2011 gewann sie den Musikförderpreis des Konzertvereins Ingolstadt, 2012 den 1. Preis des Richard-Strauss-Wettbewerbs. Ebenfalls seit 2012 ist sie Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und wird von Yehudi Menuhin Live Music Now gefördert. Darüber hinaus erhielt sie das Stipendium der Hans und Eugenia Jütting Stiftung Stendal. 2014 wurde sie gemeinsam mit ihrer Celloduopartnerin Cécile Grüebler Preisträgerin des Förderpreises der Theodor-Rogler-Stiftung Bad Reichenhall. 2016 erhielt sie den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in der Kategorie Cello solo und wurde vom Deutschen Musikrat in die Bundesauswahl Junger Solisten aufgenommen. Unter ihren Auszeichnungen finden sich außerdem der 1. Preis des Kulturkreis-Gasteig-Wettbewerbs (2012 und 2016) sowie der 1. Preis des internationalen Concorso Fiorindo Turin 2013.
Raphaela Gromes‘ Auftritte mit ihrem Klavierpartner Julian Riem werden als perfekte Duette gefeiert. Auch Christian Altenburger, Isabelle von Keulen, Alexander Lubimov, Patrick Demenga und Mischa Maisky zählen zu Gromes‘ Kammermusikpartnern.
Nach einer ersten Einspielung bei Farao Classics im Jahr 2014 erschien im Herbst 2017 mit „Serenata Italiana“ ihr vielbeachtetes erstes Album als Exklusivkünstlerin bei SONY, auf dem sie gemeinsam mit Julian Riem spätromantische Werke von Giuseppe Martucci, Leone Sinigaglia, Ferrucio Busoni und Mario Castelnuovo-Tedesco interpretiert. Ihre zweite SONY-CD „Hommage à Rossini“, die im November 2018 erschien, und ihre dritte im Mai 2019 veröffentlichte CD mit dem Titel „Offenbach“ zum 200. Geburtstag des Komponisten waren unter den Top Ten der Klassikcharts und ernteten großes Lob bei der Presse. Für die Offenbach-CD erhielt sie den Preis der Deutschen Schallplattenkritik sowie den Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Musik und Tanz. Raphaela Gromes ist Kulturbotschafterin der SOS-Kinderdörfer weltweit. Sie spielt ein Violoncello von Jean-Baptiste Vuillaume aus den Jahren um 1855, das ihr von privater Seite zur Verfügung gestellt wurde.

Aktuelle Konzerte