Sarah Willis

Sarah Willis

Sarah Willis wurde in Maryland (USA) geboren und ist sowohl amerikanische, als auch britische Staatsbürgerin.

Die Arbeit ihres Vaters als Auslandskorrespondent führte die Familie um die Welt: Willis lebte in den USA, in Tokyo und in Moskau. Als sie 13 Jahre alt war, zog ihre Familie nach London. Mit 14 Jahren fing sie an, das Horn zu spielen, zuerst an ihrer Schule, dann am Jugenddepartement des Royal College of Music. Später studierte sie Vollzeit an der Guildhall School of Music and Drama, an der Anthony Halstead und Jeff Bryant zu ihren Lehrern gehörten. Anschließend studierte sie bei Fergus McWilliam in Berlin, wo sie 1991 an der Berliner Staatsoper unter Daniel Barenboim 2. Horn wurde. Während dieser Zeit konzertierte Willis als Gast mit vielen hochwertigen Orchestern, unter anderem dem Chicago Symphony, dem London Symphony und dem Sydney Symphony Orchestra und trat weltweit als Solistin und in zahlreichen Kammermusikensembles auf.

Im Jahre 2001 wurde Sarah Willis Teil der Berliner Philharmoniker und war dort das erste weibliche Mitglied des Bläsersatzes. Neben ihrer Arbeit mit dem Orchester, welche sie rund um den Globus führt, hat Willis mehrere CDs aufgenommen, auf denen unter anderem Brahms Horn Trio in e-Dur und Rosettis Konzert für zwei Hörner zu hören sind. Außerdem veröffentlichte sie die viel gefeierten Alben „Opera!“ und „Four Corners!“ zusammen mit den Hörnern der Berliner Philharmoniker. Ihr Soloalbum „Horn Discoveries“ erschien 2014.

Die Musikerin ist an vielen Bildungsprojekten der Berliner Philharmoniker beteiligt, besonders die Familienkonzerte liegen ihr am Herzen. Des Weiteren interviewt sie Dirigenten und Solisten für die Digital Concert Hall und moderierte 2011 das finale Konzert des Youtube Sinfonieorchesters, welches 33 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme lockte.

Musikalische Bildung ist Willis sehr wichtig, weshalb sie sich digitale Technologien und soziale Medien zu Nutze macht, um Menschen weltweit zu erreichen. Sie wurde als eine der ersten Tester von Google Glass ausgewählt und nutzte dieses Experiment, um auszuprobieren, wie neue Technologien für die Klassische Musik förderlich sein können.

Sie betreibt erfolgreich „Horn Hangouts“, eine Online-Serie von Interviews, moderiert und interviewt regelmäßig im Fernsehen oder im Internet und ist außerdem das Gesicht des Klassikprogramms „Sarah’s Music“ der Deutschen Welle.

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