Sergej Krylov

Sergej Krylov

Sprudelnde Musikalität, intensive Lyrik und betörende tonale Schönheit gehören zu den Qualitäten, die Sergej Krylov einen Platz unter den renommiertesten Interpreten der Gegenwart gesichert haben. Der in Russland geborene Violinist bietet mit atemberaubender Virtuosität tiefgründige Einblicke in die Werke seines auffallend breiten Repertoires.

Sergej Krylov ist regelmäßiger Gast in den großen Konzerthäusern sowie bei vielen der führenden Orchestern der Welt: unter anderem ist er zu hören mit den Sankt Petersburger Philharmonikern, dem London Philharmonic and Royal Philharmonic Orchestra, dem Russischen Nationalorchester, dem Mariinsky Orchester, der Filarmonica della Scala, Accademia di Santa Cecilia, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, DSO Berlin, Konzerthaus Orchester Berlin, Budapest Festival Orchestra, NHK Symphony Tokyo und der Staatskapelle Dresden.

Zu den Höhepunkten der Saison 2018/19 gehörten für Sergej Krylov Aufführungen des Tschaikowski-Violinkonzertes mit dem Russischen Nationalorchester unter Michail Pletnev und dem Royal Philharmonic Orchestra unter Marin Alsop, von Prokofievs erstem Violinkonzert mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Stanislaw Kochanovsky und dem Qatar Philharmonic unter Dmitrij Kitajeko, sowie des Paganini-Konzertes Nr. 1 mit den Sankt Petersburger Philharmonikern unter Charles Dutoit; außerdem Konzerte mit dem Gulbenkian Orchestra, Zagreb und Belgrad Philharmonic, BBC Philharmonic, Ural Philharmonic/Dmitry Liss uvm.

Krylov, seit 2008 musikalischer Leiter des Litauischen Kammerorchesters, liebt es die Doppelrolle des Solisten und Dirigenten einzunehmen, wobei er sich in einem breiten Repertoire von Barock bis zur zeitgenössischen Musik bewegt. Eines der wichtigsten Konzerte der letzten Spielzeit fand im Konzertsaal MUPA in Budapest statt, und wurde live im Fernsehen und Radio übertragen; daneben gab er mit dem LCO Konzerte in Italien, Polen, Frankreich und Litauen.

Sergej Krylov widmet Kammermusikprojekten viel Zeit und spielt regelmäßig mit den Pianisten Denis Matsuev, Nikolai Lugansky, Boris Berezovsky, Itamar Golan, Michail Lifits, sowie in größeren Kammermusikgruppen mit Künstlern wie Elena Bashkirova, Yuri Bashmet, Maxim Rysanov und Alexander Kniazev.

Krylov wurde 1970 in eine Musikerfamilie in Moskau geboren, er begann im Alter von fünf Jahren mit dem Violinstudium und absolvierte seine Ausbildung an der Zentralen Musikschule Moskau. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm mit ersten Preisen beim Internationalen Violinwettbewerb Rodolfo Lipizer, dem Internationalen Stradivarius-Violinwettbewerb und dem Fritz Kreisler-Wettbewerb.

Neben frühen Aufnahmen für Melodiya und EMI enthält Krylovs Diskographie zwei neue Veröffentlichungen für die Deutsche Grammophon: erstens eine Aufnahme von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ mit dem Litauischen Kammerorchester, Krylov agiert hier in der Rolle des Solisten und Dirigenten; zweitens Paganinis „24 Capricci“. Beide Alben wurden von Kritikern hoch gelobt. In der Saison 2017/18 hat Sergej Krylov das Violinkonzert von Ezio Bosso mit dem Orchestra Filarmonica della Fenice uraufgeführt, das unter der Leitung des Komponisten live aufgenommen und von Sony Classical veröffentlicht wurde. Vor kurzem nahm Krylov das Violinkonzert Metamorphosen unter der Leitung von Krzysztof Penderecki auf; diese Einspielung ist Teil eines bedeutenden Projekts, das die gesamten Werke des polnischen Komponisten umschließt.

Aktuelle Konzerte