Solisten-Archiv

Robert Trevino

Robert Trevino

Robert Trevino hat sich rasant zu einem der spannendsten amerikanischen Dirigenten und gefragtesten Talenten der jüngeren Generation entwickelt. 2016 wurde er zum neuen Musikdirektor des Basque National Orchestra ernannt.

Seinen internationalen Durchbruch errang Trevino 2013 mit einer neuen Produktion von Verdis Oper „Don Carlo“ am Bolschoi-Theater, wo ihn Publikum und russische Presse für sein Dirigat feierten: „Seit Van Cliburn gab es in Moskau keinen amerikanischen Erfolg in dieser Größenordnung.“ Er wurde anschließend für seine herausragende Arbeit am Bolschoi-Theater für den „Golden Mask Award“ in der Kategorie „Best Conductor in a New Production“ nominiert. Zahlreiche Einladungen an das Haus sowie zu international renommierten Orchestern folgten.

Doch niemand wird ‚über Nacht‘ erfolgreich. Noch vor seinem professionellen Debüt hatte sich Trevino von dem traditionellen Schulsystem verabschiedet, um intensiv jede Partitur einzustudieren, die er in die Hände kriegen konnte – der Triumph in Moskau war daher eine persönliche Bestätigung für ihn. Bald darauf wurde David Zinman auf ihn aufmerksam, als er mit ihm an der Aspen Music Festival and School arbeitete. Er wurde dort auch mit dem „James Conlon Prize for Excellence in Conducting“ ausgezeichnet. 2011 wurde er durch James Levine zu Seiji Ozawas „Conducting Fellow“ beim Tanglewood Music Festival berufen. Zudem arbeitete er mit Michael Tilson Thomas und der New World Symphony zusammen und assistierte Leif Segerstam bei der Erarbeitung eines kompletten Sibelius-Zyklus mit dem Helsinki Philharmonic Orchestra. Trevino ist Preisträger der „Evgeny Svetlanov International Conducting Competition“ in Frankreich. Von 2011 bis 2015 war er stellvertretender Dirigent beim Cincinnati Symphony Orchestra und von 2009 bis 2011 stellvertretender Dirigent der New York City Opera im Lincoln Center.

In jüngster Zeit feierte Trevino weltweit zahlreiche wichtige Debüts – darunter die Münchner Philharmoniker, das London Philharmonic und San Francisco Symphony Orchestra, Detroit Symphony, NHK Symphony, Netherlands Radio Philharmonic, Rotterdam Philharmonic, die Accademia Nazionale di Santa Cecilia, das Royal Liverpool Philharmonic, Orchestre Nationale de France, St. Petersburg Philharmonic und Royal Flemish Philharmonic.

Seine Auftritte fanden meist äußerst positive Resonanz. Trevinos Debüts führten häufig zu unmittelbaren Wiedereinladungen. Nach seinem Debüt mit dem Orchestre Philharmonique de Monte Carlo wurde er zu umfangreichen Konzertreisen durch ganz Europa und Asien eingeladen. Er dirigierte sogar anlässlich der Eröffnung der neuen Spielstätte der Opera di Firenze im Rahmen des Festivals Maggio Musicale Fiorentino. Seine Aufführungen werden seitdem regelmäßig ausgestrahlt, auch gab es auf Arte einen Sonderbeitrag.

In der Saison 2016/17 trat er mit zahlreichen bedeutenden Orchestern wie dem Rundfunk Sinfonieorchester Berlin, The Cleveland Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic, HR Sinfonieorchester, Toronto Symphony, City Birmingham Symphony Orchestra sowie dem Cincinnati Symphony Orchestra auf. Er beendete die Spielzeit mit einem triumphalen Konzert mit dem London Symphony Orchestra und Mahlers Dritter Sinfonie. In der Saison 2017/18 feierte er seine Debüts mit dem Malmö Symphony Orchestra und dem Tonkünstler Orchester und trat mit dem SWR Sinonieorchester, Helsinki Philharmonic Orchestra, Orchestra Sinfonica della Verdi, London Philharmonic Orchestra und São Paulo Symphony Orchestra auf. Außerdem trat er seine Position als Musikdirektor des Basque National Orchestra mit einer Aufführung von Mahlers Erster Sinfonie an. Im Januar 2018 begann seine Konzertreihe mit dem Leipziger Gewandhausorchester. Er konzertiert regelmäßig mit den Bamberger Symphonikern und der Dresdner Philharmonie.